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Die Trends der Zukunft - und wie Anleger davon profitieren

Humanoide Roboter, virtuelle Realität, selbstfahrende Autos & mehr: Die Technik-Trends der Zukunft eröffnen auch für Anlegerinnen und Anleger viele Chancen.   

Apple, Alphabet und Microsoft heißen die drei wertvollsten Unternehmen der Welt, der Social-Media-Gigant Facebook und der Handelsriese Amazon folgen auf den Fuß. Innovationstreiber, die einen gemeinsamen Nenner haben: Sie sind maßgeblich für die Technik-Trends der Zukunft verantwortlich. „Wer sich noch an die Wählscheibe am Telefonapparat erinnern kann, dem wird bei der Handhabung eines Smartphones schnell bewusst, welch enorme Entwicklung wir in den vergangenen Jahren erlebt haben“, sagt Wertpapier-Experte und stv. Obmann der Fachgruppe Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer Vorarlberg, Arnold Tollinger.

Wenig überraschend also, dass dieser Tsunami technologischer Errungenschaften auch die Finanzwelt nicht unberührt lässt. Lukrative Rahmenbedingungen – auch für Vorarlberger Anlegerinnen und Anleger. Und trotzdem: So spannend diese Entwicklungen, so risikoreich sind sie – schaffen doch nur vier von hundert Startups den Sprung in die unternehmerische Elite. Die Fachgruppe Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer Vorarlberg hat die aussichtsreichsten Trends der Zukunft für Anlegerinnen und Anleger zusammengefasst.

Roboter:
Humanoide Roboter – also menschenähnliche Maschinen, die aktiv am sozialen Leben teilnehmen – sollen bereits in wenigen Jahren Alltagsaufgaben wie die Spülmaschine ein- und ausräumen übernehmen können. Bereits heute erleichtern Software-gesteuerte Maschinen die Bewältigung zeit- und ressourcenintensiver Aufgaben in vielen Bereichen der Industrie, Landwirtschaft und Medizin. Eine Entwicklung, die Experten zufolge noch deutlich stärker an Fahrt gewinnen soll.

Virtuelle Realität:
Große Konzerne wie Facebook, Google und Sony haben bereits Milliarden in diese Technologie investiert. Obwohl nach wie vor in den Kinderschuhen, soll das virtuelle Eintauchen in eine der Realität nachempfundenen Welt in naher Zukunft unseren Alltag erobern. Vom Probefahren des neuen Autos über Wohnungsbesichtigungen bis hin zu Dating–Aktivitäten, für die das Sofa in naher Zukunft nicht mehr verlassen werden muss.

Biotechnologie:
Die Errungenschaften der Biotechnologie zählen ethisch zu den meistdiskutierten – können der Medizin aber zu neuen Möglichkeiten verhelfen. Die Vision: Implantierte Sensoren oder Chips sollen Diagnose und Behandlung in Zukunft deutlich vereinfachen.

Selbstfahrende Autos:
Weltweit sterben jedes Jahr aufgrund menschlichen Versagens eine Million Menschen im Autoverkehr. Innovationsvorreiter wie Alphabet oder Tesla haben ihre Vision von selbstfahrenden Autos deshalb bereits vor Jahren vorangetrieben. Mit der Konsequenz, dass in manchen Vorstädten Kaliforniens das Bild vom selbstfahrenden Auto schon zum Alltag gehört. Bis zum vollständig autonomen Fahren werden noch Jahre vergehen – der Trend dorthin ist aber unverkennbar.

Elektromobilität:
Experten gehen davon aus, dass 2025 ein Drittel der neuzugelassenen Pkw in Nordamerika, Europa und China vollständig oder zumindest teilweise mit einem elektrischen Antrieb ausgestattet sind. Ein Umstand, der auch traditionelle Autobauer in Bedrängnis bringt – spielen fortan Themen wie Softwareadaptionen, autonomes Fahren und Mobilitätsservices doch eine deutlich wichtigere Rolle beim Fahrzeugbau als Know-how in Sachen Verbrennungsmotor.

Big Data:
Die Anzahl und die Größe der Daten, die täglich im Internet gesammelt und verarbeitet werden, übersteigen die menschliche Vorstellungskraft. Das Synonym „Big Data“ steht für Datenmengen, die zu komplex und groß sind, als dass sie mit herkömmlichen Methoden verarbeitet werden können. Unternehmen, die sich der Analyse und Nutzung dieser Daten widmen, sind bereits seit Jahren auf der Überholspur. Damit einhergehend erfährt auch das Thema Cybersicherheit neue Bedeutung.

Entwicklungen, die zeigen, dass die Digitalisierung nahezu auf jede Branche Einfluss nimmt – und vermeintlich große Namen kein Garant für Erfolg sind. „Das Beispiel Nokia beweist, dass auch einstige Weltmarktführer die Trends der Zukunft verschlafen können – und das rächt sich in wenigen Jahren“, so Tollinger. Ein Schicksal, das auch den einen oder anderen Autobauer treffen könnte.

Vorsicht Gebot der Stunde
Für Anlegerinnen und Anleger ist trotz der großen Chancen Vorsicht geboten. „Wer auf einzelne Aktien setzt, braucht gute Kenntnisse der Branche und der Kapitalmärkte. Denn die Gefahr, dabei auf das falsche Pferd zu setzen, ist groß“, weiß Wertpapier-Experte Tollinger. Tausende Unternehmen rittern um die Gunst der Stunde. Sinnvoller sei es, in Form von Fonds auf einen „Korb von Unternehmen“ zu setzen, die den gewünschten Trend abbilden. „Für lukrative Gewinne reicht es, wenn nur ein einziges Unternehmen in diesem ‚Korb’ ähnliche Erfolge wie Facebook, Google oder Amazon erzielt“, erklärt der stv. Fachgruppenobmann.

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Susanna Troy

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