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Digitale Währung erreicht die Wiesn

Das Sprichwort „Nur Bares ist Wahres“ trifft in China nicht mehr zu: Bargeldloses Bezahlen gehört hier bereits zum Alltag. Nicht nur in China, sondern auch in Europa sind digitale Bezahlmethoden auf dem Vormarsch. Bei der Münchner Wiesn wird dieses Jahr erstmals bargeldlos bezahlt. Doch können bei diesem Trend auch Kleinunternehmen mitmischen?

In einer stillen Revolution haben Firmen wie Alipay oder WeChat-Pay das Bargeld in China fast abgeschafft. Sei es das Mittagessen, die Zeitung am Kiosk oder die U-Bahnfahrt: In China kauft der Kunde das alles schon ohne Bargeld. Eine Geschichte, wie es für Kleinunternehmen laufen kann, erzählt die Welt.

Das Ehepaar Nie ist Besitzer eines Zeitungkiosks in Peking. Um auf den digitalen Trend aufzusteigen, haben sie sogenannte QR-Codes vor ihrem Zeitungskiosk in Peking ausgehängt. In Sekundenbruchteilen bekommen Kunden darüber Zugang zu Bezahlplattformen. Seither boomt das Geschäft der Nies. Nicht nur die Geschwindigkeit der Bezahlung, sondern auch die neu entstandene Sicherheit vor Falschgeld und Betrug sind klare Vorteile der digitalen Bezahlung. Via Alipay oder WeChat-Pay transferieren die Kunden den geforderten Preis auf das Konto des Kioskbesitzers.

 

Digitales Bezahlen erreicht auch Europa

Nicht nur in China wird der Großteil bereits digital gekauft: Auch Schweden ist in Sachen digitaler Bezahlung anderen Ländern schon einige Schritte voraus. Nun ist der Trend auch auf dem weltberühmten Münchner Oktoberfest angekommen: Dieses Jahr wird auf der Wiesn erstmals bargeldlos über das Smartphone bezahlt. Das Angebot vom Oktoberfest-Partner meinfest.com und dem Bezahlanbieter Blue Code wird ab dem 16. September in rund 60 der insgesamt 545 Verkaufsständen, Gastro-Betrieben und Fahrgeschäften zur Verfügung stehen. Alles, was die Kunden dafür brauchen, ist die App „Blue Code“ und ein Konto bei einer deutschen oder österreichischen Bank. Wenn der Oktoberfest-Gast bezahlen will, muss er nur einen Einmal-Barcode auf dem Handy zeigen und den Betrag eingeben, der dann direkt vom Konto abgebucht wird.

 

Zukunftssicherer Trend?

In China betonte die Zentralbank zwar, die Volkswährung Renminbi sei gesetztliches Zahlungsmittel und müsse auch trotz des Bezahlung-Booms weiterhin überall angenommen werden – bezahlt allerdings wird großteils lieber per Tastendruck mit dem Handy. Hat der Käufer dennoch nur Bargeld dabei, hört er immer öfter die Aufforderung das Bargeld genau abgezählt abzugeben: Wechselgeld oft Fehlanzeige. Schon beim Münchner Oktoberfest wird sich zeigen, inwiefern das bargeldlose Bezahlen bei den Kunden hierzulande angenommen wird.

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Bildquelle: Pixabay