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Advent, Advent, der Onlinehandel rennt

Startet der Advent denn mit November? Für den Handel schon! Dort rüsten die Unternehmen sich längst für die für sie stressigste Zeit im Jahr. Insbesondere im Onlinehandel tut sich einiges. Trotz Lieferengpässen und drohendem Paketchaos lockt Amazon mit verlängerten Rückgabezeiten.

Was über Amazon im November gekauft wird, kann noch bis Ende Jänner 2022 zurückgegeben werden. Diese Sonderregelung – normalerweise gibt es bei Amazon eine 30-Tage-Frist – soll das Weihnachtsgeschäft bereits vor dem 1. Advent kräftig ankurbeln. Damit zieht Amazon auch schon den Black Friday am 26. November direkt ins Weihnachtsgeschäft hinein.

 

Mehr Pakete als 2020

Dabei möchte Amazon nicht nur einen zusätzlichen Service – beziehungsweise Kaufanreiz – für Kund*innen bieten, sondern auch das Bestellaufkommen mehr verteilen. Denn der Arbeitsaufwand nahm beim Versandhandel und bei der Post in den letzten Jahren rund um die Weihnachtszeit ein kaum mehr zu bewältigendes Ausmaß an. Der Logistikdienstleister Hermes rechnet 2021 sogar mit noch mehr Paketsendungen als im Vorjahr.

 

Des einen Freud, des anderen Leid

Während sich sie Kund*innen über die verlängerte Rückgabefrist freuen, sorgt sie bei den Anbieter*innen, die auf Amazon ihre Waren feilbieten, allerdings nicht gerade für Begeisterungsstürme. Denn die neue Rückgaberegelung gilt nicht nur für eigene Amazon-Produkte, sondern auch für Market-Place-Händler*innen. Im November verkaufte Ware im Jänner eventuell wieder zurück zu bekommen, macht es den Anbieter*innen schwer, zu planen.

 

Engpässe mitten im Weihnachtsgeschäft

Vor allem, da im Moment in vielen Bereichen jedes Produkt dringend gebraucht wird: Die Corona-Krise und der weltweite Chipmangel führen derzeit zu Lieferengpässen. Das betrifft nicht nur die Autoindustrie, sondern auch andere Branchen wie den Spielzeughandel und Elektronikartikel. Auch die Containerpreise sind deutlich gestiegen und erschweren den Import von Waren aus Asien. Bereits jetzt warnen Händler*innen, dass viele Produkte bis Weihnachten nicht mehr verfügbar sein werden.

 

Mit heimischen Rohstoffen und einer Produktion vor Ort statt in Asien können Hersteller*innen in diesem Jahr also nicht nur aufgrund des Nachhaltigkeitsaspekts punkten. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft 2021 – wo es möglich ist – besser regional.

 

Bildquelle: Kira auf der Heide @unsplash