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Apple Pay: So funktioniert es

Vor rund fünf Jahren wurde der Bezahlservice von Apple eingeführt. Seit Mitte April gibt es ihn jetzt auch in Österreich. Den Anfang machten am 24. April die Erste Bank, Sparkassen und N26 – die restlichen österreichischen Banken wollen noch dieses Jahr nachziehen. Für Bankkunden bedeutet das, dass sie in Zukunft mit dem iPhone oder der Apple Watch bargeldlos an NFC-Terminals bezahlen können. Auch in Apps und auf Online-Seiten soll der Bezahlservice angeboten werden.

Ist Apple Pay sicher?

Die Frage die sich viele kritische Nutzer stellen: ist der Service auch sicher? Apple, Mastercard und Co. sagen, dass jede kontaktlose Zahlung via Apple Pay unbedenklich ist. Denn es werden weder Bankomat- oder Kreditkartennummern, noch Daten zu den Transaktionen oder Name des Karteninhabers auf den Geräten oder auf den Apple Servern gespeichert. Während zwar die Bankomat- oder Kreditkarte am iPhone hinterlegt ist, sind dies nie die tatsächlichen Daten der Karte. Stattdessen wird für jeder Karte eine 16-stellige Pseudo-Nummer gespeichert. Beim Hinzufügen einer neuen Karte im Wallet werden außerdem immer Daten wie Geräteinformation, Gerätename, ungefährer Standort und die letzten Ziffern der Telefonnummer an die ausgegebene Bank weitergeleitet. Zudem findet jede Transaktion verschlüsselt statt. Auch beim Verlust des iPhones verhindern eine biometrischen Schutzfunktionen wie FaceID oder TouchID, dass die Bezahlfunktion missbraucht werden kann. Bei Apple Pay ist auch, im Gegensatz zur kontaktlosen Zahlung per Karte, kein PIN ab Beträgen von 25 Euro erforderlich. Da jede Transaktion, unabhängig von der Höhe des Geldbetrages, ohnehin mit Fingerabdruck oder Gesichtserkennung bestätigt werden muss.

Da es den Dienst schon fast fünf Jahre gibt, haben Österreicher und Österreicherinnen den Vorteil diesen auch im Ausland zu nutzen. Zumindest bei sämtlichen Terminals, die das kontaktlose Bezahlen per NFC ermöglichen.

 

Vor- und Nachteile von Apple Pay:

Abgesehen davon, dass Apple Pay bereits von einigen großen Kreditunternehmen wie Visa, Mastercard und American Express unterstützt wird, ist der Sicherheitsaspekt und die einfache Handhabung ein Pluspunkt für Apple Pay. Praktisch ist auch, dass Apple Pay sogar im Flugmodus beziehungsweise ohne Internetverbindung funktioniert. Die Nachteile von Apple Pay sind:
– Apple Pay ist erst ab dem iPhone SE oder höher nutzbar
– nicht jedes Geschäft hat ein Lesegerät mit NFC Support
– man ist von der Funktionstüchtigkeit seines iPhones abhängig

 

Welche Alternativen haben Android User?

Android User müssen sich soweit keine Sorgen machen, denn sucht man im Google Play Store nach Apple Pay, werden eine Vielzahl von Alternativen angezeigt. Denn beinahe jede Bank bietet bereits eine Android-App zum bargeldlosen Bezahlen mit dem Smartphone an. Außerdem gibt es bei Google Pay die Möglichkeit den Zahlungsdienstleister PayPal zu hinterlegen und ist damit genauso unabhängig von einer Kreditkarte. Was hält ihr von Apple Pay oder dem kontaktlosen Bezahlen im Allgemeinen? Nutzt ihr den Service bereits?

Quellen: Futurezone, Mastercard

Photo by Christiann Koepke on Unsplash