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Bewerben via App

Recruiting Apps werden immer beliebter. Die Digitalen Perspektiven beleuchten die Chancen, die sich dadurch bieten und was Unternehmen bei der Auswahl der richtigen App beachten müssen.

Mit nur einem Wisch zum neuen Job – Recruiting-Apps sollen´s möglich machen. Nach dem „Tinder-Prinzip“ bekommen Interessenten Jobanzeigen vorgesetzt und können mit einer Wischbewegung nach links oder rechts entweder zur nächsten Anzeige weiterspringen oder sich direkt für den Job bewerben.

 

Der erste Schritt wird leichter

Vor allem bei möglichen Jobwechsel zögern Menschen beim ersten Schritt – dem Suchen von Jobs, dem Vorbereiten eines Lebenslaufs und dem Verfassen von Bewerbungsmails. Es ist eine scheinbare Hürde, die schwer zu überwinden ist. Apps wirken dem entgegen, denn viel einfacher geht es kaum: Statt Anschreiben zu verfassen und Lebensläufe in unterschiedlichen Masken auf Unternehmenswebseiten einzutippen, erfolgt die Bewerbung hier völlig automatisch. Ein einmaliges Eingeben der Personendaten in die App reicht. Bewerben ist dank des Smartphones außerdem völlig zeit- und ortsunabhängig möglich. Das zieht einen großen Bewerber*innen-Pool an.

 

Schnell und unkompliziert in Kontakt treten

Aus Unternehmenssicht bieten solche Apps einen schnellen und einheitlichen Überblick über die Qualifikationen der Bewerber*innen, die sich damit einfacher vergleichen lassen. Und die Kontaktaufnahme ist für beide Parteien unkompliziert gestaltet. Ist es ein „Match“, also haben Unternehmen und Bewerber*in beide Interesse, so erfolgt der Erstkontakt etwa über (Video-)Chat. Erstes „Abtasten“ ist damit schon vor einem persönlichen Treffen möglich – wer mehr über „Remote Recruiting“ erfahren möchte, liest am besten unseren Blogbeitrag dazu.

 

Die Person dahinter nicht vergessen

Ein weiterer Vorteil ist, dass es je nach App möglich ist, dass eine KI eine Vorauswahl nach definierten Kriterien trifft. So müssen Personaler*innen bei beliebten Jobs nicht befürchten, in einer Flut von Bewerbungen zu ersticken. Eine freundlich formulierte (ggf. auch automatisierte) Absage bietet sich dennoch immer an. Denn nur, weil der Bewerbungsprozess damit ein wenig technischer wird, heißt es nicht, dass er unpersönlicher werden muss. Nette Worte zahlen in die Unternehmensreputation ein – auch bei Absagen.

 

Viel Auswahl am Markt

Was im Moment noch viele Personalabteilungen davon abhält Apps zu nutzen ist, dass es sehr viele unterschiedliche Lösungen am Markt gibt. Die großen Jobsuchmaschinen wie stepstone, karriere.at, Monster und sogar das AMS verfügen inzwischen über eigene Apps. Hinzu kommen große internationale Anbieter wie Xing, LinkedIn oder Indeed. Derzeit ist auch die österreichische Lösung hokify in aller Munde. Für welche man sich letztlich entscheidet, hängt dabei von unterschiedlichen Faktoren ab. Neben den gewünschten Funktionen geht es wohl auch um persönliche Präferenzen der Personaler*innen und um die jeweilige Zielgruppe. Die AMS-App lockt schließlich einen anderen Bewerber*innen-Pool an, als etwa Xing. Dabei hilft es, sich anzusehen, welche Unternehmen aus der eigenen Branche bereits welche Lösungen nutzen.

 

Bildquelle: Tim Mossholder @unsplash