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Hyper-surveillance – Big Brother is watching you

George Orwells „1984“, ist in Xinjiang in China bereits Wirklichkeit. Auf dem Weg zur Arbeit erfassen und scannen Überwachungskameras sowie Gesichtserkennungsprogramme das eigene Gesicht. Was bedeutet das für den persönlichen Alltag, wenn Big Brother plötzlich Realität wird?

Mit „facial recognition“ zum Überwachungsstaat

Die Versprechen von Data-driven Technologie sind vielfältig. Sie sollen den Lebensstandard verbessern und die Menschen weltweit besser miteinander verbinden. Doch Technologien wie Gesichtserkennungsprogramme haben auch ihre Schattenseiten. Unter dem autoritären Staatssystem von China wird die digitale Überwachung eines Polizeistaates zur Realität. Besonders in der Region von Xinjiang setzt die Regierung auf künstliche Intelligenz (KI) und 170 Millionen CCTV Kameras, – bis 2021 sollen bis zu 400 Millionen weitere Kameras installiert werden – um die Bewohner zu überwachen. Alle erfassten Daten einer Person werden gesammelt, um minutengenaue Aufzeichnungen ihres Lebens zu erstellen.

Im Alltag bedeutet das

Auf Schritt und Tritt verfolgt, gefilmt und somit kontrolliert zu werden. Kameras scannen das Autokennzeichen und hinterlegen die Fahrt zur Arbeit, zum Supermarkt oder in den Urlaub im System. Selbst das eigene Smartphone hinterlässt einen ständigen digitalen Pfad, egal ob in den eigenen vier Wänden oder unterwegs – jede Aktion wird protokolliert und analysiert.

Was die Zukunft bringt

Künstliche Intelligenz ist vielversprechend. Doch ist diese stetige öffentliche Kontrolle nicht ein Eingriff in die Menschrechte jedes Bürgers? Wie wird sich das in der Zukunft auf Europa auswirken? Ob in der Handtasche oder im Hosensack, auch jetzt trägt schon fast jeder Smartphone-Liebhaber einen kleinen Big Brother täglich mit sich herum.

Quelle: The Economist

Photo by Matthew Kwong on Unsplash