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Blogcast – ein neuer Player im Content Marketing?

Blogcast – eine Wortbildung aus Blog und Podcast – hat das Zeug dazu, die Content Marketing-Welt für sich einzunehmen. Während Blogs für die meisten Unternehmen längst zum Alltag ihrer Content Marketing-Strategie gehören, gibt es dabei ein kleines Manko: beim Autofahren, Radfahren, laufen oder kochen können diese nicht gelesen werden. Die Lösung dafür soll der Blogcast sein.

Faktencheck: Was ist ein Blogcast?
Unter einem Blogcast versteht man die Vertonung eines Blogbeitrages. Das heißt soviel, wie ein Duplikat eines bereits vorhandenen Beitrages – nur eben als Audiodatei. Dies erinnert zwar sehr an einen Podcast, jedoch fehlt dem Blogcast dabei die redaktionelle Eigenheit. Ein Pluspunkt: Blogcasts sind somit weitaus einfacher zu produzieren.

Was sind die Vorteile eines Blogcasts?
Ein Blogcast liefert keine neuen Informationen per se, sondern gibt das Wissen des eigenen Blogs eins zu eins wieder. Dennoch sorgt die Möglichkeit die vorhandenen Informationen flexibel aufzurufen für einen Mehrwert. Online-Beiträge „on-the-go“-anzuhören entspricht nicht nur dem heutigen Zeitgeist, sondern erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Inhalt konsumiert wird. Die kanalübergreifende Funktionalität sorgt außerdem dafür, dass mehr Menschen erreicht werden. Auch Sehbehinderte oder Blinde profitieren von einem Blogcast ungemein. Besonders interessant dabei ist auch, dass abhängig vom Streamingdienst und Analysetool, genau verfolgt werden kann, wie lange der Blogbeitrag angehört wurde.

Aufgepasst – Was es zu beachten gibt
Generell kann jeder Text vertont werden. Allerdings stellt die wortwörtliche Übernahme der Blogbeiträge die Content-Producer vor eine Herausforderung. Schon beim Produzieren der Blogbeiträge, muss die anstehende Vertonung berücksichtigt werden. Das bedeutet: verständliche kurze Sätze, komplexe Begriffe vermeiden, aber gleichzeitig Fachbegriffe sinnvoll darstellen und beschreiben. Besonders positiv fallen dabei die Blogs von Daimler und Telekom auf. Jedoch eignet sich nicht jeder Beitrag als Blogcast. Technische Blogposts mit Codierungsinhalten oder Gebrauchsanweisungen sind dafür ungeeignet. Auch stellt sich die Frage, ob der Blogcast unternehmensintern oder extern produziert wird.

Aufmerksamkeit generieren
Egal, ob Blogbeitrag, Podcast oder Blogcast, die richtige Promotion ist das A und O. Nur so werden viele Nutzer erreicht. Daher ist es nicht ausreichend, den Blogcast nur auf dem eigenen Blog zu bewerben. Vielmehr ist es entscheidend, den Blogcast auch extern zu promoten. Dennoch gehört es zu den ersten Schritten den Blogcast auf den eigenen Kommunikationskanälen wie Blog, Homepage oder Newsletter zu verbreiten. Vor allem die Verwendung des RSS-Feed ist dabei sinnvoll. Berücksichtig man den SEO-Aspekt, wird sich auch hier in der Zukunft immer mehr verändern. Das Google-Podcast-Team rund um Zack Reneau-Wedeen will nach eigenen Aussagen den Fokus verstärkt auf Audioinhalte bei Suchanfragen legen. Demensprechend wird die Sichtbarkeit der Hördateien bei Google-Suchanfragen gesteigert.

Fazit – Nutzen in der Businesswelt
Blog, Video und Whitepaper haben sich in der Unternehmenswelt bereits als Content Marketing-Formate bewiesen. Professionell produziert wird sich der Blogcast nahtlos zwischen den Reihen einordnen. Neben frischen Antrieb sorgt die Neuheit des Formates für Aufmerksamkeit, die Unternehmen gezielt für sich nutzen können. Auch der überschaubare Aufwand spricht sich positiv für den Blogcast aus.