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Chat-Imperium: Whatsapp, Instagram und Facebook verknüpft

Mark Zuckerbergs aktuelle Pläne würden eine neue Mega-Chat-Plattform erschaffen.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg plant die Zusammenführung der Chats von WhatsApp, dem Facebook Messenger und Instagram. Eine gigantische Plattform, die Datenmengen von über 2,6 Milliarden Menschen sammelt, wäre das Endprodukt. Facebook möchte die einzelnen Plattformen so verändern, dass diese miteinander interagieren können. Also dass ein Instagram-User einem Facebook-Nutzer eine verschlüsselte Nachricht schicken könnte. Bislang geht sowas nicht, denn die einzelnen Welten sind in sich abgeschlossen. Das geplante Vorhaben wirft Widersprüche auf, denn in der Vergangenheit hatte Facebook immer die Eigenständigkeit der einzelnen Dienste betont.

Wer hat wann mit wem?

Mit der Zusammenführung wird Facebook zum mit Abstand größten Messenger weltweit. Ganz unkompliziert können die User dann plattformübergreifend kommunizieren. Facebook lockt die Nutzer hier vor allem mit Bequemlichkeit: „Die Menschen möchten einen schnellen, einfachen verlässlichen und sicheren Messenger“, so das Facebook-Statement dazu. Doch was hinter den Kulissen für Mark Zuckerberg im Vordergrund steht, ist die gigantische Menge an „Meta-Daten“, die durch die Zusammenführung gesammelt werden kann: Wer hat wann mit wem kommuniziert? Doch nicht nur Facebook profitiert davon: Auch staatliche Behörden bekommen somit Zugriff auf noch mehr Daten. Laut der neuen Gesetzesinitiative „E-Evidence“ auf EU-Ebene müssen Daten, die von Facebook gespeichert worden sind, auf Anfrage einer Behörde innerhalb von sechs Stunden weitergegeben werden.

Eigenständigkeit der Netzwerke auflösen

Als Facebook im Jahr 2012 Instagram kaufte, versprach das soziale Netzwerk, es eigenständig zu belassen. Auch beim Kauf von WhatsApp im Jahr 2014 für 19 Milliarden Dollar beteuerte Facebook gegenüber den WhatsApp-Gründern, dass eine Verknüpfung der Nutzerdaten nicht stattfinden werde. Nur unter dieser Voraussetzung ließen auch EU-Behörden den Verkauf damals zu – nun gilt das Versprechen des Großkonzernes wohl nicht mehr.

 

Quellen: https://perspektive-online.net, WDR, ARD

 

Photo by Alex Haney on Unsplash