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Digital Detox für mehr Produktivität?

Digitales Entgiften – der bewusste Verzicht aufs Smartphone liegt im Trend. Helfen sollen dabei ausgerechnet Apps. Passt das zusammen?  

Tag und Nacht erreichbar, rund um die Uhr mit dem Internet verbunden – für die meisten von uns ist das bereits der Normalzustand. Das Smartphone verbringt mehr Zeit mit uns als irgendein Mensch. Diesem Lebensstil setzt aktuell der Digital Detox-Trend entgegen. Besonders Personen, die oft online sind, versuchen, wieder mehr offline zu leben. Denn nicht nur privat, sondern auch in der Arbeit lenkt uns das Smartphone von den wichtigen Dingen ab. Produktiv zu sein, obwohl ständig das Handy vibriert und blinkt – das ist gar nicht so einfach. Zur Reduzierung der Handynutzung gibt es sogar eigens entwickelte Apps. Klingt im ersten Moment stark nach Widerspruch.

Störung des produktiven Arbeitsflusses

Nur mal schnell checken wie das Wetter morgen wird. Oder ob die Freunde ein neues Bild gepostet haben. Oder wie viele Leute sich meine Snapchat Story angesehen haben. Exakt diese „kurzen“ Unterbrechungen sind es, die unseren produktiven Arbeitsfluss stören. Laut der Deloitte-Studie zur Smartphone-Nutzung schauen18 – 24-jährige ganze 56 Mal am Tag auf ihr Smartphone. Durch die häufige Ablenkung tun wir uns immer schwerer damit, konzentriert eine Arbeit zu erledigen. Anhand der sogenannten Flow-Theorie, lässt sich dieses Phänomen auch theoretisch erklären. Sie besagt, dass wir nach rund 15 Minuten Konzentration in einen tiefen Arbeitsflow gelangen. In diesem Zustand verfallen wir in einen Arbeitsrausch und können Spitzenleistungen erbringen. Nun zum Problem: Wir schauen im Schnitt alle 18 Minuten aufs Handy, deshalb erreichen wir diesen Flow oft erst gar nicht.

Entgiftung via App?

Digital Detox-Apps versprechen: Produktiver sein und das Smartphone mal links liegen lassen. Eine davon ist Digital Forest – ihr Leitspruch: „Stay focused, be present“. Und so funktioniert’s: Der Nutzer startet ein Zeitintervall, in welchem sein gepflanzter Baum wächst. Der Baum wächst jedoch nur solange, wie das Smartphone unangetastet bleibt. Wer sich also nicht kontrollieren kann, zerstört seine eigenen Fortschritte und muss den Baum wieder neu pflanzen. Wer sein Verhalten nicht nur auf dem Smartphone, sondern auch auf dem Desktop einschränken möchte, kann ein Add-on für den PC-Browser installieren. So kann jeder selbst festlegen, welche Internetseiten tabu sind. Um die eigene Nutzung zu reflektieren, liefert die App diverse Statistiken und versucht durch die Baum-Symbolik die Nutzer zum Smartphone-Verzicht zu motivieren. All jene, die sich selbst immer wieder dabei erwischen, unbewusst zum Handy zu greifen und Apps wie Facebook, Snapchat oder Instagram beinahe automatisch checken, können also von der Digital Forest App profitieren.

Weihnachten ohne Smartphone

Weihnachten – Die Zeit, in der sich jeder auf Familie, Besinnlichkeit und Herzensangelegenheiten konzentrieren sollte. Das funktioniert natürlich am besten, wenn der Abend ohne Smartphone verbracht wird. T-Mobile hat sich diesem Ansatz angenommen, und motiviert unter dem Motto „Stille Nacht – Smartphone aus, Spenden an“ jährlich am 24. Dezember tausende Menschen, Weihnachten ohne Klingeltöne und Benachrichtigungen zu verbringen. Einfach die Stille Nacht App von T-Mobile runterladen, das Handy zur Seite legen und dabei auch noch etwas Gutes tun: Für jede stille Minute spendet T-Mobile an die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe und an DEBRA, Hilfe für Schmetterlingskinder.