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Digitalbranche: Geringere Gehaltsschere und mehr Beförderungen

Laut einer neuen Studie von Digitalista verringern sich die Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern in der österreichischen Digitalbranche. Außerdem gibt es im Vergleich zum Vorjahr mehr Beförderungen - von beiden Geschlechtern.

Digitalista ist ein Netzwerk für Frauen in der Digitalbranche und hat gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Mindtake Research eine Studie zur Zufriedenheit, zum Gehalt und der Karriereplanung in der Branche durchgeführt. Befragt wurden 514 Frauen und Männer. Im Vergleich zu den Vorjahren zeigt sich, dass Frauen 2016 mehr verdienen: Verdiente eine Frau in der Digitalbranche 2015 noch durchschnittlich 2.860 Euro, sind es jetzt 3.070 Euro. Männer verdienen gleich viel wie im Vorjahr: durchschnittlich 3.420 Euro und damit immernoch mehr als die Frauen. Insgesamt zeigt die Studie aber, dass sich der Unterschied zwischen den Gehältern – der Gender Pay Gap – immer mehr verkleinert.

Mangelnde Aufstiegschancen sehen beide Geschlechter als Hindernis in der Digitalbranche. Trotzdem zeigt die Befragung, dass es 2016 mehr Beförderungen gab als im Vorjahr: 29 Prozent der Befragten – 7 Prozent mehr als 2015 – haben selbst um eine Beförderung angesucht, die Erfolgsquote stieg im Vergleich zum Vorjahr von 74 auf 85 Prozent.

Keine Verbesserungen gab es allerdings bei der Zufriedenheit und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Mit 59 Prozent der Befragten blieb die Zufriedenheit mit dem eigenen Job gleich wie im Vorjahr. Als wichtigste Einflussfaktoren für die Arbeitszufriedenheit nannten die Studienteilnehmer/innen ein gutes Arbeitsklima, kollegiale Zusammenarbeit und die Vertiefung der eigenen Fähigkeiten. Familie und Beruf zu vereinbaren, ist vor allem für Frauen ein Problemthema: Die Hälfte der befragten Frauen sieht die Familienplanung als größtes Karrierehindernis, bei den Männern ist nur ein Viertel dieser Meinung. Laut Elisabeth Oberndorfer, der Obfrau von Digitalista, müssen Unternehmen auf diese Bedürfnisse eingehen und Frauen mit zeitgemäßen Arbeitsmodellen fördern.

 

Den ganzen Bericht gibt es hier.

 

Bildquelle: ikp Vorarlberg