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Die Digitalisierung der Hotellerie

Digitale Technologien haben längst auch die Hotel-Welt erobert. Die Zimmerbeleuchtung über das Smartphone einstellen und die Jalousie mit der Stimme steuern – es scheint nichts mehr unmöglich.

 

Jeder Vierte würde Check-in per Roboter nutzen.

Wer in Japan im „Henn na Hotel“ eincheckt, wird an der Rezeption von Dinosauriern begrüßt. Das Hotel setzt in Sachen Mitarbeiter nicht auf Menschen, sondern auf Roboter – und ist damit längst nicht mehr allein in der Branche. Auch in einigen deutschen und österreichischen Hotels übernehmen bereits Roboter den Check-in, geben Tipps für Ausflüge in die Umgebung oder helfen beim Service aus. Das Wiener Hotel „Schani“ setzt auf die Hilfskraft „Schanibot“, welche von den Gästen gerufen werden kann und Ausgehtipps parat hat – Schanibot ist selbstverständlich keine Person, sondern akkubetrieben. Außerdem testet das Hotel das Angebot, Hotelzimmer wie die Plätze im Flugzeug im Voraus individuell auszuwählen – mit Ausblick auf die Straße, im Erdgeschoss oder weit weg vom Lift.

Nehmen Hotelgäste die Technik an?

Laut einer Bitkom-Umfrage würde knapp jeder Vierte einen automatischen Check-in per Roboter nutzen. Bei der Befragung von 1.012 Personen wünschen sich außerdem sieben von zehn Befragten (69 Prozent), dass der Hotelservice erkennt, ob sich im Hotelzimmer ein Hotelgast befindet oder nicht. Somit könnten unangenehme Störungen – sowohl für den Gast als auch für das Personal – vermieden werden. 28 Prozent würden Licht, Temperatur oder Musik gerne mithilfe einer Smart-Home-App über das Smartphone oder über Sprachbefehl steuern können.

Achtung vor zu viel Technologie

Doch der Schuss kann auch nach hinten losgehen: Wer nachts mit den Worten „Entschuldigung, das habe ich nicht verstanden. Können Sie Ihre Frage bitte wiederholen?“ geweckt wird, weil der Roboter die Schnarchgeräusche nicht einordnen kann, hat wenig Freude mit der modernen Zimmerausstattung. Dem „Wall Street Journal“ zufolge stoppte der Betreiber des Henn na Hotels in Japan bereits die Hälfte der eingesetzten Roboter, weil sie mehr Arbeit verursachten, als sie menschlichen Angestellten abnehmen konnten. Mit dem Angebot von kostenlosem WLAN auf dem Zimmer wieder es in Zukunft dennoch nicht mehr getan sein.

Quellen: t-online, Newsroom Sparkasse

Photo by Franck V. on Unsplash