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Digitalisierung erreicht das Friseurhandwerk

Herausforderung und Chance zugleich: Digitalisierungsumbruch im Handwerk.

Nicht nur in der Logistik, Kommunikation oder Industrie schafft die Digitalisierung Veränderung im Arbeitsalltag. Auch im Handwerk bietet sie Chancen – ist aber auch mit Herausforderungen verbunden. Nehmen wir das Beispiel des Friseurhandwerks – da fragen sich bestimmt einige, was es denn beim Friseur überaupt zu digitalisieren gibt. Natürlich führt die Haupttätigkeit, also das eigentliche Haare schneiden noch immer ganz klassisch die Friseurin bzw. der Friseur aus. Doch alle Prozesse drumherum, also Beratung, Marketing und Ausbildung liefern Möglichkeiten, mit der Zeit zu gehen.

Podcasts, Webinare, Social Media

Online das Publikum erreichen: Mittels Podcasts und Webinaren können Friseure ihre Kunden bereits am Smartphone erreichen und zeigen, wie viel Wissen in ihrem Handwerk steckt. Auch auf Social-Media Plattformen wie Instagram und Facebook greifen moderne Friseurbetriebe gerne zurück. In Zeiten, in denen Influencer wie Dagi Bee hunderttausende Personen mit Videos rund um Beauty und Haare erreichen, ziehen auch Friseurbetriebe nach. Viele Unternehmen greifen zu Kamera oder Smartphone, produzieren Video-Tutorials für YouTube oder Bildmaterial für Instagram, und zeigen so ihr Können. Ein Friseurbetrieb, welcher jungen Personen zeigt, dass Social Media, digitales Marketing und neue Technologien zum Berufsalltag gehören können, ist auch bei der Lehrlingssuche erfolgreich.

Virtual Reality als Ausbildungsbestandteil

In einem Interview mit It-Zoom spricht Peter Gress, Geschäftsführer eines Friseursalons in Deutschland, über die Möglichkeiten, wie Virtual Reality in der Ausbildung zum/zur FriseurIn fixer Bestandteil sein kann. Beispielsweise können Auszubildende die Abläufe „Haare abteilen“, „Haare in Richtung kämmen“, „Haare virtuell abschneiden“ im virtuellen Raum üben. Das macht die Abläufe vergleich- und nachprüfbar.

Photo by Hai Phung on Unsplash