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Drohnen: Lieferdienst der Zukunft?

Drohnen die Pakete ausliefern und Roboter die den Einkauf direkt vor die Haustür liefern. Science-Fiction oder Realität? Bereits seit einigen Jahren tüfteln Lieferdienste wie Amazon, UPS oder auch die Deutsche Post an Möglichkeiten, um Pakete mittels Drohne auszuliefern. Und wer denkt, dass es sich dabei ausschließlich um den asiatischen Raum handelt, täuscht sich.

Wing, ein Projekt von Google X Labs, startete bereits dieses Jahr mit einem Drohnen-Lieferdienst in Europa. Der Startschuss fiel im Sommer: in einem Stadtteil der finnischen Hauptstadt Helsinki werden Lebensmittel per Drohne ausgeliefert. Wenig überraschend ist, dass auch in China bereits an automatisierten Zustellkonzepten via Drohnen gefeilt wird. Mitte Mai startete in Guangzhou, China, bereits der Lieferservice von DHL Express in Kooperation mit dem Drohnenhersteller Ehang. Die kommerzielle Drohnennutzung schreitet damit immer weiter voran.

Lebensretter Drohne

Bereits 2014 wurde das amerikanische Startup Zipline ins Leben gerufen, um in schwerzugänglichen Gebieten in Ruanda und Ghana Versorgungszentren und Krankenhäuser mit Medikamenten und Blutkonserven zu versorgen. Nicht nur, dass die Auslieferung mit Drohne wesentlich schneller erfolgt, die Drohnen sind rund um die Uhr im Einsatz. Pro Tag können laut eigener Website bis zu 500 Lieferungen absolviert werden und bislang wurde der Dienst über 18.000 Mal genutzt.

Welche Vorteile bieten Drohnen für die Firmen?

Am häufigsten werden
• die niedrigeren Kosten,
• die geringere Lieferzeit und
• die geringeren Emissionen
genannt. Während zwar die Vorlaufkosten für den Drohnenkauf, die Managementsysteme und die Entwicklung höher sind, als ein klassischer Lieferservice mit Fahrer und Wagen, sollen die laufenden Kosten für die Drohnenlieferung billiger sein. Zusätzlich zu niedrigeren Lieferkosten ist auch die Lieferzeit via Drohne wesentlich kürzer. Denn Drohnen fliegen direkt, ohne auf Stau und rote Ampeln Rücksicht nehmen zu müssen. Aber Vorsicht: Auch für Drohnen gelten gesetzliche Vorschriften! Beispielsweise hat Österreich seit 2014 ein strenges Drohnen-Gesetz.

Zudem stellt sich die Frage, was passiert mit den Paketen deren Größe und Gewicht nicht für den Drohnentransport geeignet sind? Oder was passiert, wenn der Weg für die Akkulaufzeit zu lang ist? Es bleibt spannend.

Quellen: t3n digital pioneers, Automobil Industrie

Photo by Jaromír Kavan on Unsplash