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Facebook bringt „News“

Qualitätsjournalismus und Facebook sollen künftig Hand in Hand gehen – zumindest, wenn es nach dem Social-Media-Riesen geht. Mitte Mai startete in Deutschland „Facebook News“ und bietet seitdem eine Auswahl an Nachrichteninhalten zahlreicher Verlage an. Der Service ist sowohl in der App als auch auf der Website verfügbar. Einen Starttermin für Österreich gibt es noch nicht.

35 Verlage – darunter auch Axel Springer, Gruner + Jahr, der SPIEGEL-Verlag und Heise Medien – mit insgesamt 100 Medienmarken sind mit dabei: „Facebook News“ startete im Mai in Deutschland. Es ist, nach den USA und Großbritannien, das dritte Land weltweit, das den Dienst einführt. Traditionell dauert es nicht allzu lange, bis Österreich mit dem großen Nachbar mitzieht. Darauf können österreichische Nutzerinnen und Nutzer sich schon mal einstellen:

 

So viel Journalismus ist in „Facebook News“

„Facebook News“ bietet eine Mischung aus ausgewählten Nachrichten an, die auf die persönlichen Interessen zugeschnitten sind. Das heißt, die ausgespielten News basieren auf den von den Nutzerinnen und Nutzern gelesenen, geteilten und abonnierten Inhalten. Die Zusammenarbeit mit den Verlagen soll ein gewisses Qualitätslevel garantieren. Da hinter den Beiträgen im besten Fall echte Redakteurinnen und Redakteure stehen, die sich an die journalistische Sorgfaltspflicht halten, sollen die Artikel vertrauenswürdig sein. Eine zusätzliche Vorauswahl durch ein Journalist*innen-Team soll zusätzlich Qualität garantieren. Das spielt auch mit Facebooks-Kampf gegen Fake-News zusammen. Die Medienhäuser profitieren von der Kooperation, weil ihre Inhalte einerseits von mehr Menschen gesehen werden und weil sie andererseits von Facebook dafür bezahlt werden, wenn sie Inhalte verlinken, die bislang nicht auf der Plattform zu sehen waren.

 

Pause für „Likes“

Generell scheint Facebook darauf bedacht zu sein, sein Image zu ändern. Also weg von oberflächlichen und „fake“ Botschaften, hin zu gehaltvollerem Inhalt und einer sinnvolleren Social-Media-Nutzung. Dazu passt, dass das Unternehmen erst kürzlich bekanntgab, eine seiner wichtigsten Funktionen zu ändern: Das „Like“, oder zu Deutsch „Gefällt mir“, kann künftig auf Facebook und Instagram deaktiviert werden. Wer genug hat von der ewigen Jagd nach Online-Bestätigung, kann also den Newsfeed schon bald völlig frei von „Daumen hoch“ halten.