…

Facebook räumt bei Analyse-Tools auf

Facebook schafft mit „Analytics“ und „Audience Insights“ gleich zwei Analyse-Tools ab. Die Funktionen wurden offenbar von zu wenigen Userinnen und Usern genutzt. Bis Ende Juni sind die Tools noch aktiv, danach müssen sich Fans der bequemen Daten-Helferlein um Alternativen umsehen.

Während „Google Analytics“ den meisten ein Begriff ist, konnten mit „Facebook Analytics“ offenbar nur wenige etwas anfangen. Dabei kann das Tool nicht wenig: Nutzungs- und Nutzerdaten der eigenen Seite werden hier gesammelt und können mit wenigen Klicks ausgewertet werden. Facebook bietet übrigens auch ein spannendes Tool zur Zielgruppenanalyse an: „Audience Insights“. Damit können sogar Zielgruppen untersucht werden, die nicht direkt mit der eigenen Seite in Verbindung stehen. Es ist ebenso wie „Analytics“ – leider – ein Geheimtipp. Da zu wenige Userinnen und User „Analytics“ und „Audience Insights“ nutzten, stellt Facebook nun beide Funktionen mit Ende Juni ein.

 

Noch bis Ende Juni Daten sammeln

Fans der beiden Services haben nun noch knapp zwei Monate, um sich mit dem Unvermeidlichen anzufreunden. Bis dahin sind die Funktionen noch voll nutzbar – wer sie ausprobieren möchte hat also jetzt eine letzte Gelegenheit. Es ist auch möglich Daten von „Facebook Analytics“ in eine CSV-Datei (Excel) zu exportieren, um sie für später speichern zu können. Dafür muss einfach nur auf den kleinen Pfeil an der oberen rechten Ecke der Grafiken oder Tabellen geklickt werden.

 

Kein einheitliches „Analytics“ mehr

Facebook stellt seine Tools nicht völlig sang- und klanglos ab: Das Unternehmen zeigt auf seinem Blog gleichzeitig mit der Ankündigung zur Abschaltung Alternativen zu „Facebook Analytics“. Eine 1-zu-1 Lösung gibt es allerdings nicht. Wer ähnliche Ergebnisse erzielen will, muss auf eine Kombination aus der „Facebook Business Suite“, den „Werbeanzeigenmanager“ und den „Events Manager“ setzen – wobei die „Business Suite“ noch nicht überall verfügbar ist.

 

Schwache Alternative zu „Audience Insights“

Die „Business Suite“ wird auch als Alternative für die „Audience Insights“ genannt. Dort gibt es bei den „Business Suite Insights“ eine Ansammlung von verschiedenen Themen – leider auch an verschiedenen Stellen. Die Lösung ist nicht optimal: Abgesehen davon, dass die „Business Suite“ noch nicht für alle Nutzerinnen und Nutzer verfügbar ist, werden nicht alle Auswertungspunkte von „Audience Insights“ abgedeckt. Hinzu kommt eine Einarbeitungszeit durch das Zusammensuchen der einzelnen Funktionen. Wer also knackige Zielgruppenanalysen braucht, sollte sich bis 1. Juli noch schnell mit dem alten Tool austoben.