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Google filtert Online-Werbung

Google Chrome baut das Ignorieren von unerwünschter Werbung aus. Ein Appell an Unternehmen, ihre Werbung kundenfreundlicher zu gestalten.

Jeder kennt es: Öffnest du eine unbekannte Webseite, ploppen plötzlich neue Fenster mit teilweise dubiosen Angeboten auf. Vielleicht startet auch ein Video und erschreckt mit unerwartet hoher Lautstärke. Internet ohne Werbung? Das ist kaum noch vorstellbar. Immer wieder begegnet Nutzern im Internet Werbung, die sie als besonders lästig empfinden. Google Chrome blockiert ab sofort genau solche Anzeigen – und zeigt damit auch, wie viel Macht das Unternehmen im Netz hat.

Surferlebnis im Fokus

Wie der Horizont berichtet, bietet Google seinen Nutzern seit 2012 die Funktion, Werbung zu ignorieren. Auf diese Weise können User Werbung unterdrücken, die sie nicht sehen möchten. Laut Google kamen im vergangenen Jahr rund fünf Milliarden dementsprechender Beschwerden – als Reaktion darauf hat das Unternehmen eine Million Anzeigen aus dem Netzwerk entfernt. Google-Manager Rahul Roy-Chowdhury sagt, dass der Fokus von Chrome schon immer darauf lag, Nutzern das Surfen so angenehm wie möglich zu gestalten. Blockiert sind ab sofort zwölf Werbeformen, darunter Pop-Up-Ads oder selbstspielende Videos mit Ton.

Stößt auch auf Kritik

Besonders die Befürchtung, dass Google mit der neuen Funktion seine Marktmacht ausnutzt, sorgt für Kritik. Teilweise filtert Google auch Werbung, die User gar nicht als derart störend empfinden. Alles in allem ist die Funktion also ein Appell an die Unternehmen, ihre Anzeigen etwas „weniger nervig“ zu gestalten, um auch weiterhin auf Publikum zu stoßen.

 

Weitere Informationen zur Änderung von Google Chrome liefert auch die Süddeutsche Zeitung.