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Der Letzte macht das Licht aus - Google Plus

Nach einer Datenpanne von der rund 500.000 Nutzer von Google Plus betroffen waren, beschließt Google Plus sein soziales Netzwerk zu schließen.

Google Plus ist also das neue MySpace oder Studi VZ. Ähnlich wie schon zahlreiche Soziale Netzwerke zuvor, steht nun die Google Social Media-Plattform Google Plus vor dem Aus. Der finale Auslöser: Wie Facebook, meldete auch Google Plus eine Sicherheitslücke, von der bis zu 500.000 Nutzer betroffen waren. Für die Google Mutter „Alphabet“ Anlass einen Schlussstrich zu ziehen.

Ist da jemand?

Informationen zu Nutzerzahlen von Google Plus gab es vom Suchmaschinenanbieter selten. Mit der Schließung gesteht Google nun auch die Niederlage gegenüber Facebook, Instagram, Snapchat und co. ein. Zwar gab Google vor der Schließung an, dass rund 500.000 Menschen die Social Media Plattform nutzen. Wie repräsentativ diese Zahl ist, ist jedoch fragwürdig, da ein Google Plus Konto stets Voraussetzung für einen Zugang zu weiteren Google Anwendungen wie Gmail oder Google Drive war. Insgesamt sollen 90 Prozent aller Interaktionen auf Google Plus weniger als fünf Sekunden gedauert haben.

Die Gründe für das Scheitern von Google +, das nie so recht in Fahrt kam, sind vielfältig. Ein ehemaliger Google Mitarbeiter erklärt gegenüber dem Business Insider, dass der Grund für das Scheitern unter anderem im späten Markteinstieg lag. Andere behaupten, der Versuch so zu sein wie Facebook, war von vornherein zum Scheitern verurteilt. Hinzu kommt, dass Google Plus es nicht schaffte, sich dem veränderten Nutzerverhalten anzupassen und zu spät auf die Verschiebung auf Mobilgeräte reagierte. Im Vergleich zu Facebook: Ein Großteil der Facebook-Nutzer, verwenden die App auf ihrem Handy. Google auf der anderen Seite konzentrierte sich in den vergangenen Jahren verstärkt auf hochauflösende Fotos – was zwar für die Desktop-Nutzung von Vorteil ist, für die Mobilnutzung jedoch nicht. Bis Ende August 2019 soll die Einstellung von Google + für Verbraucher abgeschlossen sein. Ab diesem Zeitpunkt wird die Plattform nur noch für die interne Kommunikation bei Google Plus eingesetzt.