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Kleidung virtuell tragen?

Statt auf Fotoshootings setzt der Onlinehändler Asos auf Augmented Reality (abgekürzt: AR). Wie das funktioniert? Der britische Online-Versandhandel Asos nutzt AR-Technologie, um seine Sommerkollektion vorzustellen. Models werden virtuell eingekleidet, auf das klassische Fotoshooting wird verzichtet.

1 Sommerkollektion, 6 Models & AR-Technologie

Asos hat während der Corona-Pandemie eine Lösung gefunden für Fotoshootings, die plötzlich nicht mehr möglich waren und setzt stattdessen auf Augmented Reality. Der Onlineriese nutzt simulierte Fotos von sechs Models. Mittels AR-Technologie werden die Models angezogen beziehungsweise werden die Kleidungsstücke auf die Models „gemappt“. Asos präsentiert auf diese Weise seine Sommerkollektion.

Asos setzt schon länger auf AR

Bereits seit dem vergangen Jahr verwendet Asos verschiedene AR-Technologien in seiner App und im Onlineshop. Beispielsweise nutzte der Online-Versandhändler zusammen mit der britischen Firma HoloMe die Technologie, um virtuelle Models auf einem künstlichen Laufsteg im Flur der Kunden auf und ab spazieren zu lassen. 

Die Technologie, die Asos für seine Produktbilder verwendet, ist nicht neu. In Zusammenarbeit mit dem israelischen Start-up Zeekit wurde die Funktion „See my Fit“ getestet. Diese erlaubt es den Kunden, die Kleidung an unterschiedlichen Models zu betrachten. Der Sinn dahinter? 16 Models mit unterschiedlichen Körpermaßen präsentieren rund 800 Kleider. So können Kunden ein Model auswählen, welches den eigenen Körperproportionen am ehesten entspricht.

So funktioniert’s:

Die AR-Technologie überlagert sozusagen die Fotoaufnahmen der Models mit Kleidung und passt das digitale Abbild des entsprechenden Produktes so an, dass Größe, Schnitt, Passform usw. miteinbezogen werden. Der Vorgang soll den Käufern eine bessere Einschätzung der Produkte ermöglichen und so das Retournieren der Waren, welches immense Kosten verursacht, reduzieren.

Klingt alles sehr praktisch, oder? Wir dürfen gespannt sein, welche Technologie-Trends im E-Commerce in der Zukunft noch auf uns warten.

Quelle: t3n

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