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Nachbericht: Comaking-Space Dornbirn

Am 1. Juli luden die Digitalen Perspektiven zum Werkstattgespräch beim Comaking-Space in Dornbirn ein. Werner Tauscher, Andy Keel und Norbert Maurer gewährten den Gästen einen spannenden Einblick in die Welt des Comaking und in die digitale Planung von Werkstätten und Bauprojekten.

Das Digitale Werkstattgespräch startete mit einem Rundgang durch den Comaking-Space. Werner Tauscher, Mitbegründer des Comaking-Space und Geschäftsführer des im Comaking-Space ansässigen Tischlereiunternehmens timberline wood works, führte durch die Räumlichkeiten. Der Comaking-Space beheimatet insgesamt zehn Betriebe. Dabei handelt es sich um kleine Schreinerei-Unternehmen mit ein bis vier Mitarbeitenden sowie um Kreative, die ihren handwerklichen Schwerpunkt im Bereich Holz haben. Zum Standort gehört auch ein Maschinenpark, der unter anderem mit mehreren modernen Holzbearbeitungsmaschinen ausgestattet ist. „Es ist nicht leicht, sich in unserer Branche selbständig zu machen. Die Kosten hat man einfach immer im Hinterkopf“, so Werner Tauscher. „Das Comaking macht es einfacher: Durch die gemeinsamen Räumlichkeiten und Anlagen sind beispielsweise die Maschinen viel besser ausgelastet. Das ist für alle eine Win-Win-Situation und viel besser als Alleinstreiter zu sein. Unsere Handwerker unterstützen sich gegenseitig, helfen bei Fragen und übernehmen auch schon mal einen Auftrag für den Kollegen.“

Was Comaking kann

Gemeinsam mit Mitbegründer Andy Keel erzählte Werner Tauscher im Anschluss über die Erfahrungen mit der Comaking-Arbeitsweise. Comaking ist eine Art Gegenstück zu Coworking, das sich bereits vielerorts für den Dienstleistungs- und Kreativbereich durchgesetzt hat. Beim Handwerk ist diese Form der Zusammenarbeit jedoch noch weniger Form angekommen. Andy Keel erklärt: „Es gibt mittlerweile viele Branchen, die diesen Ansatz verfolgen und sich die Kosten für Räumlichkeiten und Maschinen teilen. Bei uns profitieren die Comaker auch ganz klar vom gemeinsamen Arbeiten und sich Austauschen.“

Digitale Hilfsmittel im Handwerk

In einem weiteren Schwerpunkt des Werkstattgesprächs wurde beleuchtet, wie digitale Hilfsmittel mittlerweile in das Handwerk einfließen. Tischlermeister Norbert Maurer und Andy Keel referierten über den derzeitigen Stand der Technik bei der Maschinenvernetzung und wie in der Werkstatt- und Baustellenplanung digital Maß für besonders exaktes Arbeiten genommen wird. „Handwerk 4.0 beginnt mit dem Aufmaß“, ist Norbert Maurer überzeugt. Schließlich wurde die digitale Planung in Form von BIM (Building Information Modelling) genauer vertieft.

In der anschließenden Diskussionsrunde gab es die Möglichkeit, sich weiter auszutauschen und Fragen zu stellen. Wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat und leider nicht dabei sein konnte, findet auf unserer Facebook Seite eine Video-Aufzeichnung dieses Digitalen Werksattgesprächs in voller Länge.