…

Neeva, die neue Suchmaschine

Bereits viele Suchmaschinen haben versucht sich in der Vergangenheit gegen Google zu behaupten. Ein schweres Unterfangen: Denn Google ist in Europa die meistgenutzte Suchmaschine. Jetzt stellt Sridhar Ramaswamy, Ex-Google-Mitarbeiter, Neeva vor – eine neue Suchmaschine.

Wenn man an Suchmaschinen denkt, kommt als erstes Google in den Sinn. Immerhin ist der Suchmaschinen-Riese in den meisten Ländern seit mehr als zwei Jahrzehnten die unangefochtene Nummer 1. Warum soll also jetzt gerade der ehemalige Werbechef von Google Sridhar Ramaswamy zusammen mit Vivek Raghunathan – der in der Vergangenheit für die Monetarisierung bei YouTube verantwortlich war – versuchen, gegen Google anzukommen?

Neeva soll es besser machen

Mit Neeva schicken die beiden jetzt einen neuen Mitstreiter gegen Google ins Rennen. Die Werbe- und Anzeigenprofis wollen mit Neeva einen neuen Weg einschlagen: werbefrei und auf Abonnenten-Basis.  

Bereits 2018 verließ Ramaswamy nach über 15 Jahren Google. Wie die New York Times erst kürzlich berichtete, war er unter anderem damit unzufrieden,

  • dass der Suchmaschinen-Riese für den User nützliche Suchergebnisse zugunsten von Werbeanzeigen nach unten verschiebt.
  • dass die Privatsphäre der Nutzer einem immer besseren Tracking zum Opfer fällt.

Jetzt stellt sich die große Frage: Wie will Ramaswamy es mit Neeva besser machen? Neeva kommt ohne Werbung und dem Sammeln von Daten aus. Die Suchmaschine greift laut t3n zur Erstellung der Suchergebnisse auf Bing zurück (Suchmaschine von Microsoft), nutzt Wetterinformationen von weather.com und Karten von Apple. Außerdem lassen sich Google, Mircosoft-Office und Dropbox-Konten mit der neuen Suchmaschine verknüpfen, um E-Mails, Termine und Co. zu durchsuchen und anzeigen zu lassen.

Keine Werbung, aber wie finanziert sich Neeva?

Da Neeva werbefrei agieren will, soll sich die Suchmaschine über Abonnements finanzieren. Ein konkretes Preismodell gibt es im Moment noch nicht. Allerdings meinte Ramaswamy in der Vergangenheit, dass der monatliche Abo-Preis unter zehn US-Dollar liegen soll und sich im Laufe der Zeit, also umso mehr Nutzer sich anmelden, kostengünstiger werden soll. Bis Jahresende haben Erstnutzer die Möglichkeit Neeva noch gratis zu nutzen. Zum jetzigen Zeitpunkt befindet sich die Suchmaschine noch im Beta-Test. Falls du interessiert an Neeva hast, kannst du dich auf Neeva.co in die Warteliste eintragen lassen.

Quelle: t3n, FinanzNachrichten, Neeva

Photo by Markus Winkler on Unsplash