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Neue AGB: WhatsApp macht ernst

Nach Verzögerungen war es am 15. Mai so weit: Die neuen WhatsApp-AGB traten in Kraft. Wer ihnen noch nicht zugestimmt hat, bekommt eine „Gnadenfrist“ von einigen Wochen – wird dann immer noch nicht reagiert, gibt es keinen Zugriff mehr auf die Chatliste. Bald darauf werden auch Anrufe und Benachrichtigungen nicht mehr durchgestellt.

Angekündigt wurden die neuen Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen bereits im Jänner diesen Jahres. Nach scharfen Protesten von Nutzerinnen und Nutzern sowie Datenschützerinnen und -schützern wurde das Inkrafttreten der neuen AGB vom 8. Februar auf 15. Mai nach hinten verschoben. Jetzt ist es aber tatsächlich soweit. Offiziell lässt WhatsApp über seinen Hilfebereich verlautbaren: „Nachdem wir allen ausreichend Zeit gegeben haben, sich in Ruhe mit den Änderungen zu befassen, erinnern wir diejenigen, die es noch nicht getan haben, daran, sie zu lesen und zu akzeptieren.“

 

Keine Löschung aber Einschränkungen

Die gute Nachricht zuerst: Niemand muss damit rechnen, dass sein WhatsApp Account nun von einen Tag auf den anderen gelöscht wird. Wer den AGB (noch) nicht zugestimmt hat, hat nun erst einmal keine Einschränkungen. Allerdings hat WhatsApp angekündigt, dass Nutzerinnen und Nutzer nun nach einigen Wochen eine permanente Erinnerung erhalten werden. Das heißt, wer den AGB nicht zugestimmt hat, bekommt einen Hinweis darüber angezeigt und kann nicht mehr auf seine Chatliste zugreifen, bis sie oder er das getan hat. Es ist weiterhin möglich, Sprach- und Videoanrufe entgegenzunehmen und über die Benachrichtigungen auf Textnachrichten zu antworten. Diese Funktionen werden allerdings ebenfalls deaktiviert, wenn nach ein paar Wochen immer noch keine Bestätigung der AGB erfolgt. Es ist dann also nicht mehr möglich, Anrufe und Nachrichten zu erhalten. Welche Nutzerinnen und Nutzer es wann genau trifft, gibt WhatsApp nicht bekannt.

 

Alternativen sind gefragt

Warum tun sich manche Nutzerinnen und Nutzer so schwer, die neuen AGB zu akzeptieren? Der Grund dafür ist, dass WhatsApp dadurch erlaubt wird, dass es persönliche Daten mit dem Mutterkonzern Facebook für Werbezwecke teilt. Wer sich mit dem Datenaustausch gar nicht anfreunden kann, der hat noch Zeit, seine bzw. ihre Daten zu sichern und sich nach Alternativen umzusehen. Ein kurzer Überblick über Alternativen findet sich hier.