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Online- und Handyshopping beliebt wie nie

Laut einer aktuellen Studie ist Onlineshopping in Österreich so beliebt wie nie zuvor. Sogar die ältere Bevölkerungsschicht hat sich im vergangenen Jahr mehr in die Webshops getraut. Außerdem kauft mittlerweile bereits ein Drittel via Smartphone ein.

Die aktuelle Studie des Handelsverbandes Österreich gemeinsam mit der KMU Forschung Austria bringt vor allem eine wichtige Erkenntnis: Onlinehandel war noch nie so beliebt wie im vergangenen Jahr. Insgesamt wurden sogar 10,4 Milliarden Euro in Österreich online ausgegeben. Das ist der höchste Wert der letzten zehn Jahre. Und: online ist kein reines Jugendthema mehr. Drei Viertel aller Österreicherinnen und Österreicher haben bereits im Internet-Einzelhandel eingekauft. Die Umsätze wuchsen auch bei Konsumentinnen und Konsumenten im Alterssegment über 40 Jahren stark. Wenn er es also vorher nicht schon war – spätestens jetzt scheint der Onlinehandel in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein.

 

Ein Drittel kauft übers Handy

Angesichts der Corona-Krise und der damit verbundenen Schließungen des stationären Handels ist das allerdings keine große Überraschung. Neu ist, dass der Onlineeinkauf mit dem Smartphone deutlich beliebter geworden ist. Im Vergleich zu 2018 haben sich die Umsatzzahlen für den sogenannten M-Commerce verdreifacht. Bereits ein Drittel der Österreicherinnen und Österreicher tätigen ihre Interneteinkäufe mit dem Handy. Dabei gilt: Je jünger die Käuferinnen und Käufer, umso öfter wird übers Smartphone geshoppt.

 

So wird online bezahlt

Wie bei diesen vielen Onlinekäufen bezahlt wird, darüber gibt eine von Mastercard in Auftrag gegebene Studie Aufschluss: Die beliebteste Zahlungsmethode der Österreicherinnen und Österreicher ist der Kauf auf Rechnung. 88 Prozent der Befragten gaben an, so zu bezahlen. 74 Prozent zahlen über die Kreditkarte, Lastschrift- und Bankeinzugsverfahren liegen mit 73 Prozent knapp dahinter. Obwohl noch nicht so lange am Markt, ist die Klarna Sofort-Überweisung (62 Prozent) beliebter als die Vorkasse (59 Prozent) und Paypal (48 Prozent). Zahlungsformen wie Apple Pay waren mit 16 Prozent nur Randerscheinungen in der Befragung.

 

Retourenquote ist online hoch

Am liebsten wird Kleidung online gekauft. Hier werden allerdings auch die Schattenseiten des Booms am deutlichsten: Laut der Handelsverband-Studie weist der Mode-Bereich die höchste Retourenquote auf. 47 Prozent aller bestellten Textilartikel werden wieder zurückgeschickt. Insgesamt liegt die Retourenquote bei Onlinekäufen mit 41 Prozent generell recht hoch. Das sollten Händler, die planen, online zu vertreiben, immer im Hinterkopf behalten. Im Gegensatz zum stationären Handel gibt es online übrigens auch eine besondere gesetzliche Regelung: Käuferinnen und Käufer haben ein 14-tägiges Widerrufsrecht.