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Podcasts: Eine unterschätzte Werbeplattform

Podcasts werden zunehmend beliebter. Doch Werbetreibende haben sie als Plattform noch nicht immer auf dem Schirm. Dabei scheinen Userinnen und User laut einer aktuellen Studie durchaus eine hohe Akzeptanz für Werbung in ihren Lieblingspodcasts zu haben – sofern sie richtig platziert ist.

Podcasts sind eines der Trendthemen der letzten Jahre. Die Hälfte aller Deutschen hören mittlerweile zumindest gelegentlich Podcasts. Doch obwohl Podcasts immer beliebter werden, sind sie noch nicht bei allen Werberinnen und Werbern als lukrative Werbeplattform angekommen. Dabei wird richtig platzierte Werbung in Podcasts eigentlich gut akzeptiert – wie auch eine aktuelle Studie von Pilot und Julep Media belegt.

 

Am liebsten kurz und authentisch

So zeigt sich, dass vor allem die sogenannten „Heavy User*innen“, also Nutzerinnen und Nutzer, die Podcasts regelmäßig konsumieren, Werbung eher (zu rund 60 Prozent) als unproblematisch wahrnehmen. 54 Prozent aller Befragten gaben generell an, sich wenig, oder gar nicht von Audiospots gestört zu fühlen. Dabei gilt: Je kürzer die Spots, umso positiver werden sie aufgenommen. Die Werbeform, die am wenigsten stört, ist das „Native Host Advertising“. Das ist Werbung, die von den Sprecherinnen und Sprechern in die Sendung integriert und selbst eingesprochen wird. 53 Prozent der Befragten gaben an, diese Werbeform zu mögen. Wichtig ist hier, dass die Überzeugung für das beworbene Produkt deutlich wird und die Sprecherin oder der Sprecher hörbar echten Spaß damit hat.

 

Facebook und Apple setzen auf Audio

Rückenwind für Podcasts kommt übrigens auch von den Bigplayern: Facebook plant Audio mehr in seine Seite zu integrieren. Ganz offensiv mit werbefreien Inhalten lockt Apple und will ebenfalls am großen Podcast-Kuchen mitnaschen. Das Unternehmen setzt dabei auf ein Abo-Modell für einzelne Premium-Podcasts, wie es kürzlich bekanntgab. Wie beliebt das Angebot sein wird, wird sich zeigen – Amazons Hörbuchdienst Audible konnte mit einer ähnlichen Strategie nur wenig Erfolg verbuchen. Es wird wohl auch auf die Zugkraft guter Podcasts ankommen.