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Schnäppchenjäger aufgepasst: Die 3 Shopping-Tage des Jahres

Kennst du sie, die Feiertage, die speziell zum Einkaufen ins Leben gerufen wurden? Die Rede ist von Singles Day, Black Friday und Cyber Monday! Hinter diesen englischen Bezeichnungen verstecken sich die größten Shopping-Tage der Vorweihnachtszeit. Aber kennst du ihren Ursprung?

Singles Day

Am 11. November eröffnet der Singles Day den alljährlichen Shopping-Marathon. Der Anti-Valentinstag – wie manche diesen speziellen Tag auch nennen – fand in den 1990er Jahren in China seinen Ursprung und gehört inzwischen zu den weltweit größten Online-Shoppingtagen des Jahres. Der chinesische Internetriese Alibaba nutzte bereits 2009 den „Feiertag“ und machte schon in den ersten Stunden unglaubliche Umsätze. Auch dieses Jahr setzte Alibaba innerhalb von 24 Stunden Waren im Wert von über 38 Milliarden Dollar um und schrieb damit kommerzielle Erfolgsgeschichte. Der Single Day ist damit der umsatzstärkste Online Shopping-Tag der Welt! Er hat inzwischen sogar Black Friday und Cyber Monday überholt.

Black Friday

Jeden vierten Freitag im November ist es soweit: Black Friday – einer der beliebtesten Einkaufstage des Jahres nimmt seinen Lauf. Ins Leben gerufen wurde der Tag 1924 von der amerikanischen Kaufhauskette Macy’s, die ihre berühmte Thanksgiving-Parade in New York dazu nutzte, um einen Angebotstag speziell für Weihnachtseinkäufe zu bewerben. Einer Theorie zufolge verdankt der „schwarze Freitag“ seinen Namen der Anspielung, dass Shops, welche bis zu diesem Zeitpunkt noch rote Zahlen schrieben, es dank dem Black Friday schaffen konnten, noch in den schwarzen Bereich zu gelangen. Also aus einem bisherigen Verlustgeschäft einen Gewinn zu erwirtschaften. Da sich der inoffizielle Feiertag wirklich für viele Geschäfte als rentabel herausstellte, wurde immer öfters versucht, diesen Tag noch profitabler zu machen. Inzwischen bieten viele Shops „early birds specials“ oder limitierte Mengen zu extrem reduzierten Preisen an, um dem Konkurrenzdruck gewachsen zu sein. Wenig überraschend ist, dass das Konzept des schwarzen Freitags seinen Ursprung in den USA hatte. Mittlerweile ist der Tag aber in der ganzen Welt angekommen. Es gibt kaum eine große Handelskette, die am vierten Freitag im November keine günstigen Sonderangebote anbietet.

Das Online Gegenstück zu Black Friday: Cyber Monday

Der Montag nach dem Black Friday ist Cyber Monday. 2005 führte der amerikanische Einzelhandelsverband National Retail Federation den „Feiertag“ Cyber Monday ein. Der Gedanke: Online-Verkäufern dieselbe Möglichkeit zu geben wie regulären (Offline) Ladengeschäften. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Black Friday: Es gibt hohe Rabatte auf zeitlich begrenzte Angebote. Das praktische dabei ist, dass man weder an Öffnungszeiten noch an geografische Einschränkungen gebunden ist. Seit 2010 wird der Cyber Monday auch in Europa beworben – hauptsächlich von amerikanischen Einkaufsketten wie beispielsweise Amazon. Inzwischen werden Singles Day, Black Friday und Cyber Monday immer öfter von Online und Offline Shops gleichermaßen genutzt.

Der Anti-Black-Friday = White Monday

Die Gegenbewegung zum Black Friday heißt White Monday. Diese hat es sich zum Ziel gemacht, die Aufmerksamkeit auf den nachhaltigen Konsum zu lenken. Im Gegensatz zum „Kauf-nix-Tag“ ruft der White Monday dazu auf, mit mehr Bedacht einzukaufen. Also sich weniger dem Konsum- und Schnäppchenwahnsinn des Black Fridays hinzugeben und stattdessen tatsächlich nur einzukaufen, was wiederverwendet und -verwertet wird. Initiator der Kampagne ist der Schwede Henning Gillberg, der 2017 selbst ein Start-up gründete, welches Kleidung repariert, re- und upcycelt. Das erste Mal veranstaltete er den White Monday am Montag vor dem Black Friday 2017. Inzwischen nehmen bis zu 300 Unternehmen, Organisationen und Influencer aus neun Ländern am White Monday teilnehmen. Beispiele dazu sind der faire Onlineshop „Mit Ecken und Kanten“ oder die Influencerin Louisa Dellert.

Was hältst du von den Schnäppchen-Feiertagen? Oder tendierst du eher in Richtung White Monday?

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