…

Seniorentreff Facebook?

Das einst so beliebte soziale Netzwerk verliert unter Jugendlichen immer mehr an Popularität. Andere Plattformen profitieren davon.

Mit mehr als zwei Milliarden Nutzern ist Facebook nach wie vor das größte soziale Netzwerk weltweit. Doch obwohl die allgemeinen Nutzerzahlen auf Facebook noch immer von Jahr zu Jahr steigen, hat Facebook wachsende Probleme, junge Nutzer für sein Online-Netzwerk zu gewinnen. Insbesondere Nutzer zwischen 13 und 17 Jahren greifen immer weniger zu Mark Zuckerbergs bekanntester Plattform. Laut einer Studie des Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center, sind nur noch 51 Prozent der 13- bis 17- Jährigen mit dem Netzwerk verbunden. Das Marktforschungsunternehmen eMarketer gab an, dass Facebook vergangenes Jahr in den USA bereits mehr als eine Million Nutzer zwischen 12 und 17 Jahren verloren hat.

Andere Plattformen holen auf

Dienste, die auf das Teilen von Fotos und Videos spezialisiert sind, haben Facebook bereits überholt. Snapchat, Instagram, YouTube oder TikTok (der Nachfolger von Musical.ly) sind die wohl größten Profiteure des Nutzerabganges von Facebook. Gemäß der Pew-Research-Center-Umfrage nutzen 85 Prozent der jugendlichen Teilnehmer YouTube, 72 Prozent Instagram und 69 Prozent Snapchat.

Der Messaging-Dienst Snapchat, beliebt auch wegen der sich selbst löschenden Nachrichten, versucht derzeit, auch ältere Personen anzusprechen. Die einfache Handhabung der App könnte dieses Vorhaben durchaus erfolgreich machen. Doch die große Frage ist, ob Snapchat für Jugendliche immer noch attraktiv bleibt, wenn deren Eltern, Tanten und Großeltern dort aktiv sind. Möglicherweise einer der Gründe, weshalb viele Jugendliche immer häufiger von Facebook zu anderen Plattformen wechseln.

Facebook: Durchaus noch im Rennen

In einer Hinsicht kann Facebook dennoch aufatmen: Die große Popularität von Instagram kommt auch Facebook zu Gute – schließlich gehört der Bilderdienst ebenfalls zum Facebook-Konzern. Mit Online-Werbung verbuchte das Online-Netzwerk außerdem Rekordumsätze.

Darüber hinaus steigen die Nutzerzahlen des sozialen Netzwerks nach wie vor jährlich, was bedeutet, dass der Schwund der Teenager durch eine steigende Zahl älterer Nutzer ausgeglichen wird.

 

Quellen: Der Standard, NZZ,