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Unter einen Hut: WhatsApp, Facebook & Instagram

Zuckerberg plant die Vereinheitlichung der drei Messenger-Dienste Facebook Messenger, WhatsApp und Instagram. Hört sich praktisch für den Nutzer an, aber was steckt dahinter?

In Zukunft sollen die 2,6 Milliarden Kundenkonten von Facebook, WhatsApp und Instagram über eine gemeinsame technische Plattform zusammenlaufen – mit denselben Protokollen und Schnittstellen. Der Vorteil: Nutzer der verschiedenen Social-Media-Dienste können dann plattformübergreifend miteinander kommunizieren. Der Nachteil: Facebook hat noch mehr Kontrolle. Laut der New York Times ist das Projekt bereits auf der Zielgeraden. Die neue Software soll bis spätestens Anfang 2021 einsetzbar sein.

Die Vorteile

Aus Nutzersicht werden Facebook Messenger, WhatsApp und Instagram weiterhin eigenständig in den App Stores zum Download bereitstehen. Hinter der Benutzeroberfläche versteckt sich dann jedoch dieselbe Software. Das soll heißen: Nutzer der drei Dienste können miteinander kommunizieren und auch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (eine Ende-zu Ende-Verschlüsselung stellt sicher, dass nur du und die Person, mit der du kommunizierst, lesen können, was gesendet wurde) soll über die drei Plattformen hinweg möglich sein. Auch für Unternehmen kann die Zusammenführung unter einer einzigen Software Vorteile haben: bessere Targeting-Möglichkeiten der Zielgruppen bei Anzeigen, bessere Dokumentation der Verweildauer etc.

Wo steckt der Haken?

Gerade Datenschützer befürchten mit diesem Schritt eine noch bessere Einsicht in unsere Daten. Denn mit der Zusammenführung ist nicht von der Hand zu weisen, dass es Facebook um einiges leichter fallen wird, Nutzerprofile über alle drei Dienste hinweg nur einmal anzulegen und so Nutzerdaten miteinander zu kombinieren und abzugleichen. Auch würde die Kontrolle des Mutterkonzerns Facebook deutlich stärker ausfallen als bisher – auch wenn WhatsApp, Instagram und Facebook schon heute zusammengehören. Außerdem: Zuckerberg bricht damit das Versprechen, welches er beim milliardenschweren Einkauf der beiden Firmen geäußert hat: dass die Dienste streng voneinander getrennt bleiben bzw. unternehmerische Unabhängigkeit gewährleistet wird.

Was ist deine Meinung – Fluch oder Segen?

Quelle: The New York Times

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