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Wenn Autos Emotionen erkennen

Digitalisierung in der Autobranche: Dank künstlicher Intelligenz können Autos schon bald die Emotionen des Fahrers erkennen.

Schlechte Laune? Schon bald bemerken das nicht mehr nur Familie und Freunde, sondern auch das eigene Auto. Technologie verändert die Wirtschaft schon seit langer Zeit – besonders in Anbetracht der Digitalisierung. Dass Autos schon bald Emotionen erkennen können, ist nur ein Beispiel von unzähligen technischen Fortschritten, die auf uns zukommen.

Gefühle ermitteln und Sicherheit fördern

Video- und Audioüberwachung im Auto soll künftig Gefühle und Aufmerksamkeit der Fahrer und Insassen ermitteln und so die Straßen sicherer machen. Das US-amerikanische Unternehmen Affectiva hat die Software Automotive AI vorgestellt, welches im Autoinnenraum mittels Video- und Audiodateien auf die Emotionen und die Aufmerksamkeit der Insassen schließt. Oberstes Ziel der Software ist es, die Fahrsicherheit zu fördern.

Mittels Kopfbewegungen und Gesichtsausdrücken des Fahrers erkennt die Software, ob jemand oft blinzelt, gähnt oder die Augen geschlossen hat. Auch akustische Daten aus dem Fahrzeug, wie beispielsweise Lachen oder Ärger nimmt die Software auf. Mit diesen Daten bewertet die Technologie, ob die Person abgelenkt ist und welche Gefühle gerade vorherrschen. Auch bei Dunkelheit funktioniert die Software.

Erkennt das System Ablenkung oder Stress beim Fahrer, kann es ihn dazu auffordern, wieder auf den Verkehr zu achten, oder die Hände wieder ans Lenkrad zu legen. Bei selbstfahrenden Fahrzeugen, wie beispielsweise Robo-Taxis soll es prüfen, ob sich die Insassen wohlfühlen und ihnen Musik oder Werbung passend zur Stimmung vorspielen.

Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch

Bei künstlicher Intelligenz handelt es sich um viele einzelne Technologien: Sprach-, Gesichts- und Bilderkennung etwa, oder die Analyse von Verbindungen und semantischen Zusammenhängen. Sie bietet Werkzeuge, Probleme aller Art in unterschiedlichsten Branchen zu lösen. In Deutschland beispielsweise ist die Autobranche führend beim Einsatz von künstlicher Intelligenz.

Weitere Informationen zum Trend künstliche Intelligenz lest ihr bei der WirtschaftsWoche. Wie die Gefühlserkennung von Affectiva genau funktioniert, schildern sie in einem kurzen Video.

Photo by Hannes Egler on Unsplash