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WhatsApp Pay ist da

Nach der erweiterten Videochat-Funktion folgt WhatsApp Pay: Erstmal wird die neue Funktion in Brasilien eingeführt. Geplant ist, dass weiter Länder folgen.

WhatsApp startet neues Feature

Nutzer in Brasilien können seit 16. Juni direkt innerhalb der Messenger-App Bezahlungen abschließen. Ähnlich wie mit Apple Pay und Google Pay. Die Funktion wurde bereits in Indien getestet. Das Ganze funktioniert mit dem Einsatz des Facebook Pay Services. Dieser wurde bereits letztes Jahr vom Social-Media-Giganten Facebook gestartet. ­­Vorerst funktioniert der Bezahldienst ausschließlich in Brasilien. Dazu brauchen Unternehmen allerdings WhatsApp Business. Ein Dienst, der die direkte Kommunikation zwischen Kunden und Firma ermöglicht. Bei uns ist WhatsApp Business derzeit noch nicht verfügbar.

Und was kostet das Ganze?

Das Feature soll für Nutzer kostenlos ein, allerdings müssen Unternehmen 3,99 Prozent der Bezahlungen ­­– also wenn sie Geld erhalten ­– an Facebook abgeben. Die Transaktionen können dann mittels Scan des Fingerabdrucks oder sechsstelligen PINs freigegeben werden. Je nachdem welche Karte hinterlegt ist, wird das Geld von der Kreditkarte oder dem Bankkonto abgebucht. Zum Einstieg unterstützt WhatsApp Pay Debit- bzw. Kreditkarten der Banco do Brasil, Nubank und Sicredi.

Ursprünglich war geplant, dass WhatsApp Pay in Indien startet. Die Einführung musste jedoch aufgrund von regulatorischen Hürden verschoben werden. Jetzt wurde das neue Feature in Brasilien eingeführt. Andere Länder sollen in Zukunft folgen.

WhatsApp Pay vs. Apple Pay und Google Pay

Ein großer Vorteil von WhatsApp Pay ist der potenzielle Kundenkreis. Immerhin hat der Messenger-Dienst weltweit mehr als zwei Milliarden Nutzer. Auch wenn sich noch zeigen wird, ob der Bezahldienst rechtzeitig kommt oder die Konkurrenz mit Apple Pay, Google Pay oder PayPal am Markt bereits zu stark ist. Ein Punkt steht dem Erfolg von WhatsApp Pay schon jetzt entgegen: Das Misstrauen der Bevölkerung gegenüber Facebook in Bezug auf Datenschutzfragen.

Quelle: Der Standard, WhatsApp

Photo by Sharon McCutcheon on Unsplash