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Wunderlist adé: Die Aufgaben-App wurde eingestellt

Wunderlist gehört ab sofort der Vergangenheit an. Viereinhalb Jahre nach der Übernahme von Microsoft wird der To-do-Hit aus dem deutschen Hause 6Wunderkinder eingestellt. 

Microsoft machte Ernst, die Wunderlist-Ära ist zu Ende. Am 6. Mai schaltete der amerikanische Softwareentwickler die populäre To-do-App ab. Noch bis auf unbestimmte Zeit hast du die Möglichkeit, deine Wunderlist-Daten zu exportieren und sichern – und mit Support-Programmen in andere Tools zu importieren. Microsoft bietet dazu einen offiziellen Nachfolger an: Microsoft To-Do

Wunderlist Rückblick

Vor knapp zehn Jahren wurde die erste Version der App veröffentlicht. Anfang 2015 kaufte Microsoft die To-do-Listen-App dem Berliner Startup 6Wunderkinder ab. Bereits zwei Jahre nach der Übernahme kündigte der Softwarehersteller an, Wunderlist einzustellen und durch den hauseigenen Service „To-Do“ ersetzen zu wollen. Jetzt, Anfang Mai, war es soweit: Microsoft hat Wunderlist den Stecker gezogen. Noch vor dem endgültigen Aus hat Christian Reber, Wunderlist-Gründer, mehrfach öffentlich auf Twitter angeboten, die beliebte App von Microsoft zurückzukaufen. Wie es scheint ohne Erfolg.

App Alternativen

  • Microsoft wirbt natürlich für die Wunderlist-Alternative aus dem eigenen Haus: To-Do. Design und Funktionen erinnern durchaus an den Vorgänger. Der Windows-Macher verspricht zeitnahe Updates, die To-Do in Zukunft optimieren sollen.
  • Google Keep gibt es im Browser oder als App Version für die Betriebssysteme Android und iOS. Hier kannst du Notizen, Aufgaben, Fotos oder Sprachmemos hinzufügen. Nachteil: Nicht alle Dateiformate können hochgeladen werden. Praktisch ist aber vor allem die Standorterinnerung der App-Version. Sobald du am gewünschten Ort bist, meldet Google Keep in der Statusleiste deines Handys die eingestellte Erinnerung.
  • Ähnlich wie bei Wunderlist, dreht sich bei Todoist alles um das Erstellen von Aufgaben. Du kannst den einzelnen Einträgen bei Bedarf auch Prioritätsstufen von 1 bis 4 zuordnen. Todoist gibt es als App-Version, als Windows-Programm und ist auch für den Browser erhältlich.

Auf Wunderlist folgt Superlist

Gründer Christian Reber gab auf Twitter bekannt, dass er schon fleißig an einem Nachfolger für Wunderlist arbeitet. Superlist soll zukünftig in Konkurrenz mit anderen To-do-Apps treten. Wie die neue App genau aussehen wird und welche Funktionen uns erwarten, ist noch nicht genau bekannt. Bisher befindet sich das Team rund um Reber noch in der Anfangsphase der Entwicklung. Daher können wir nur Vermutungen darüber anstellen, ob Superlist ein direkter Nachfolger von Wunderlist werden soll oder eine komplett andere Art von To-do-App. Auf der Website von Superlist selbst hält man sich noch bedeckt. Wir dürfen also gespannt sein!

Quelle: Windowsarea, T3n

Photo by Glenn Carstens-Peters on Unsplash